Ausstellung
Die mobile Ausstellung
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Die Ausstellung „367 Container – Perspektiven einer Nachbarschaft“ beschreibt den Prozess vom Entstehen und Bestehen einer Unterkunft für Geflüchtete in einem Stadtteil. Sie erzählt mit den Stimmen der Akteurinnen und Akteure, die selbst involviert waren. In thematischen Etappen kreist sie um die Frage – Was hat die Unterkunft für die Nachbarschaft bedeutet und umgekehrt?
Inhalt
Kleiner Kiez, große Veränderungen
Die Ausstellung begibt sich auf die verschiedenen Ebenen von Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft und fängt die jeweiligen Perspektiven ein. Sie thematisiert die Standortentscheidung und die Proteste vor Ort, erweitert dies aber um einen Blick auf die Situation der Unterbringung berlinweit. Sie widmet sich dem Thema der Containerarchitektur und zeigt die persönlichen Erfahrungen der Bewohnenden ebenfalls vielstimmig auf. Eine Chronologie und einzelne Projektbeschreibungen geben einen Eindruck vom unermesslichen ehrenamtlichen Engagement, das die gesamten elf Jahre der Unterkunft maßgeblich geprägt hat. Zum Abschluss finden die Besuchenden am gedeckten Tisch nicht nur Rezepte aus anderen Kulturen, sondern auch unerwartete Denkanstöße zum Thema Flucht und Migration.
Beteiligung
Erinnerungen gemeinsam finden
Die Grundlage der Ausstellung bildete ein mehrstufiger Beteiligungsprozess, der aus drei Gruppenwerkstätten und mehreren Einzelinterviews mit Akteurinnen und Akteuren, mit Expertinnen und Experten bestand. In den Werkstätten wurden an verschiedenen Stationen die Erinnerungen „herausgearbeitet“, die ohne den gemeinschaftlichen Austausch gar nicht sichtbar oder hörbar gewesen wären. Für viele Beteiligte bildeten die Werkstätten emotionale Momente des Wiedersehens.
ONLINE
Archiv und sieben Sprachen
Nicht alle Rechercheergebnisse lassen sich vor Ort zeigen. Daher bietet das online Archiv einen Einblick in darüber hinausgehende Recherchen in Form von Objekten, Fotografien und Dokumenten.
Viele Sprachen wurden über die Jahre in der Unterkunft gesprochen. Die physische Ausstellung ist in deutscher Sprache verfasst, aber um die kulturelle Vielfalt sichtbar zu machen und möglichst vielen Besuchenden einen unmittelbaren Zugang zu ermöglichen, wurden alle Inhalte in sechs Sprachen übersetzt – Arabisch, Farsi, Ukrainisch, Russisch, Französisch und Englisch. Diese sind auf jedem Ausstellungsmodul über einen QR-Code abrufbar.
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